Nehmen wir einmal eine fiktive Person.

Marianne, schon etwas älter, überlegt wie sie geliebt werden will. Ihr erster Impuls ist: Weiß ich doch! Aber dann fehlen ihr die klaren Gedanken, die Worte und auch die Gefühle, die notwendig wären, um klar zum Ausdruck zu bringen, wie sie geliebt werden will. Da kommen dann so allgemeine Begriffe wie Achtsamkeit, Zuwendung oder eben Liebe die sie erfahren will.

Aber wie will Marianne be- und geachtet werden? Ist sie gerne im Hintergrund oder fühlt sie sich in der ersten Reihe wohler? Ist sie ein Einzelgänger oder eher ein Team-Mensch? In welchen Situationen fühlt sie sich nicht gesehen, übergangen oder empfindet Grenzüberschreitungen?

Wie viel Zuwendung ist für sie angenehm und wann wird ihr Zuwendung lästig? Ist Marianne ein Mensch die gerne umsorgt wird und das genießt? Oder würde es ihr schon genügen, wenn sie in schwierigen Situationen einmal einen Tee gebracht bekommt?

Was muss geschehen, dass Marianne sich liebevoll angenommen fühlt? Wünscht sich Marianne herzliche, liebevolle Umarmung? Oder genügen ihr ein liebevoller Blick, eine herzliche Geste, eine Hilfe im rechten Augenblick?

Wie Sie sehen, hat Selbstliebe sehr persönliche Formen und es ist wichtig, dass wir erst für uns ganz klar definieren, was wir wollen. Indem wir darüber nachdenken, tun wir schon den ersten guten Schritt für uns selbst. Wir wenden uns selbst positiv zu, schenken uns die Beachtung, die sich eigentlich jeder Mensch erhofft. Damit schaffen wir die Voraussetzung auch von anderen beachtet zu werden.

Vielleicht wissen Sie schon ganz genau, wie Sie geliebt werden wollen. Dann beglückwünsche ich Sie.

Vielleicht haben diese Zeilen Sie dazu angeregt darüber nachzudenken. Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß dabei.

Alles Liebe

Gabriele